Liebe - Glaube - Hoffnung - Frieden für alle Tiere dieser Erde

Ihre Worte waren verstummt - die Tränen vertrocknet - sie waren Gottes vergessene Kinder !



Hier werden Fragen von Kunden und die Antworten dazu veröffentlicht

( es wird nur Auszugsweise veröffentlicht, es handelt sich um verkürzte Fragen & Antworten. )

Es soll ihnen einen Eindruck darüber geben, das es keine Probleme gibt, sondern nur Lösungen und Wege.

Trauen sie sich ihre Frage zu stellen, eine Veröffentlichung selbstverständlich nur mit Ihrer Zustimmung !

 

 
 
 

 

Carmen H aus Baden Baden:

Hallo liebe Dana, wir haben einen Hund aus dem Tierheim, der jedesmal, wenn wir Autofahren wollen, ein Riesentheater macht und so bellt und jault das wir nicht mehr weiter wissen, können sie uns weiterhelfen?

Ihr Liebling verbindet mit Autofahren ein wegbringen, damit auch ein Verlust den er nicht verkraftet hat, und zeigt damit, das er Angst hat , das sie ihn wieder zurückbringen - mein Tipp ist das er es mit positiven Erlebnissen verbinden muss. Dazu wäre es ratsam mit ihm täglich oder alle 2 Tage nur eine Runde um den Block zu fahren, ihm ein Lekkerlie ( oder nach Belieben etwas tolles geben ) das er begreift das er jedesmal wieder mitzurück darf und dafür auch belohnt wird. Ab dem Tag , an dem er Sicherheit bekommt, das er bei Ihnen bleiben darf, wird er ruhiger werden. Er leidet unter Verlustängsten.

 

Hennes S aus Iffezheim:

Guten Tag Frau Dana, mein Frau ist letztes Jahr gestorben, und seit einiger Zeit geht es unserer werten Katze, die schon 14 Jhre alt, sehr schlecht. Die Ärzte können nichts finden, auser das ihr einige Vitamine fehlen. Auch eine Spritze half nur wenige Tage. Sie mag auch gar nicht mehr spielen. Es wäre schön wenn sie meiner Katherine helfen.

Der Verlust eines Menschen ist für Tiere genauso schlimm wie für uns Menschen. Ich sehe dennoch das die Katze ihre Seele spielgelt, und ihr Verhalten übernimmt und natürlich auch sehr um Ihre Frau trauert, u daher auch mit ihnen. Entwickeln sie für sich und für Ihren kleinen Schatz ein wenig Lebensfreude, fangen sie an ihrem Tier zu zeigen, das es wieder schöne Momente gibt und sich an Kleinigkeiten zu erfreuen oder sich mal was gutes zu gönnen, Ihre Frau würde sich das auch wünschen, das sie wieder lacheln - sie werden sehen ihre Katze wird sich mit Ihnen freuen, denn sie ist gesundheitlich ok u wird ihnen noch lange an der Seite stehen.

 

Bettina M aus Freudenstadt:

Hallo Tiermedium, wir haben einen Berner Senner der sich mit allen anderen Hunden super gut versteht. Wir hatten noch nie Probleme. Seit kurzem haben wir in der Nähe einen furchtbaren Jack Russel, der nur halb so hoch ist wie Pxxxxx, dennoch merke ich immer mehr, das mein Pxxxxxx viele Gassi Strecken gar nicht mehr gern läuft. Kann es mit diesem Hund in Verbindung stehen, wenn ja  - was könnte denn der kleine Russel anstellen?

Bei Tieren geht es nicht um Grösse und Stärke, sondern um Macht und Reviergehabe und auch dem Charakter.   Wie sie selbst geschrieben haben, ist ihr Hund zu allen lieb daher auch gutmütig im Charakter. Wenn ein neuer Hund in ein neues Revier kommt, möchte und muss sich auch anderen Hunden gegenüber beweisen. Es geht hier eindeutig darum der der Russel sich Partner aussucht, um sich an denen zu beweisen, um sich einen Ehrenplatz in dem neuen Revier zu erarbeiten. Ob das durch beissen, drohen erfolgt ist zunächst offen. Ihr Hund weis , das wenn er auf den Russel trifft gibts Ärger, das will Ihrer nicht und versucht dem Russel aus dem Weg zu gehen.  Tiere können sich über 100erte von Meter erspüren und reden mental, da zu muss er ihn nicht sehen, er kann ihn von  weitem witttern , zeigt ihnen das u will dann eine andere Route wählen. Hören sie auf Ihn, er zeigt Angst - er will einfach keinen Ärger.

 

Stefanie K aus Pforzheim:

Hallo, wir haben einen 10 Jahr alten Westie, bei dem alles immer völlig unproblematisch ablief. Seit ca 6 - 8 Monate läuft er ab und zu weg zu einer Mischlingsdame, die Luftlinie ca 1 km von uns auch hier wohnt, die aber seltsamerweise auch schon sehr alt sein soll. Sorry für die Frage, aber kann es sein das Hunde auch Midlifekrise haben oder warum macht er das jetzt erst?

Liebe Frau K........................... in Ihrem Fall ist das eine Spiegelung zu Ihrem Partner, Ihr kleiner Westie, der mehr an ihnen hängt, möchte ihnen damit was aufzeigen, was sich in ihrem Leben geändert hat oder mit was ihr kleiner Schatz nicht mehr einverstanden ist u es ihnen damit mitteilen will. Sie sollen einfach mal genauer in Ihrem persönlichen Umfeld hinschauen.

 

Zur Beachtung:

jeder Fall ist individuell zu sehen, interprettieren sie bitte auf keinen Fall einen hier geschilderter Vorgang in Ihre Thematik: jedes Problem kann x fache verschiedene Auslöser oder Hintergründe haben !

 

Karima A aus Gerlingen:

Hallo, meine Quarterstute frisst seit letzter Zeit ihr Heu so gut wie nicht mehr, es hat sich nichts verändert wo wir jetzt sagen können das steht in einem Zusammenhang, da ich mich auch schon längere Zeit mit Alternativheilmethoden beschäftige, was können sie mir dazu sagen?

Das hat auch nichts mit Ihrer Situation zu tun, ich sehe das die Heuqualität sich deutlich verschlechter hat, auch an der Farbe müsste man es erkennen. Es muss von Feldern oder Wiesen abstammen, die in der Nähe von Autobahnen abstammen u sehr viele Abgasstoffe u fast keinen Eigengeruch mehr vorweist. Überprüfen sie Ihren Lieferanten u fragen nach dem Herkunftsort. und füttern dann ein anderes Heu eines anderen Lieferanten.

 

Fam. Horst L Ittersbach

Hallo Frau Dana. Wir zogen altersbedingt aus unserem grösseren Haus in eine kleinere, aber sehr schöne 4 Zimmer Wohnung Hanglage mit grossem Balkon, den wir mit einem Netz bespannt haben das unseren beiden Katzen, Tiffy und Johannes immer auf den Balkon können. Es sind am xxxxxx eingezogen, es sind mehre Monate vergangen, und fast monatlich fängt unsere Tiffy an mehr zu miauen und zu schreien. Jetzt wurde ich 2 mal gezwickt und kann es mir nicht erklären, da die ersten Monate alles bestens mit den beiden Rackern verlief:

Ihre Katzen waren eindeutig Freigänger und verstehen nicht warum sie das nicht mehr dürfen. Die Schwierigkeit ist, das sie die Felder und Wiesen sehen, aber nicht mehr drauf können. In der Nähe müssten Strassen sein, das vorher so nicht war. Am Anfang und durch das eingewöhnen dachten die Tiere, das sie dann bald raus dürften was beide aber nach der Zeit jetzt auch spüren, das das wohl nicht mehr eintritt. Es ist sehr schwer, freilaufende Katzen in Wohnungskatzen umzuwandeln. Durch das Netz fühlen sie sich wie gefangen, was sie so nicht verstehen können. Deshalb auch das zwicken, sie akzeptieren diesen Zustand nicht, dann ist jetzt auch Frühling - sie wollen raus, was sie ja über Jahre durften, jetzt nicht mehr. Als Tipp für alle Tierhalter. diese Art von Probleme bekommt man nur in den Griff, wenn man einem Tier etwas anbietet, ws man ihm auf der anderen Seite wegnimmt. Sei es durch spielen, neue Gefährten  - bitte immer pro Fall erfragen!

 

Sarina G aus Bad Krotzingen

Wir haben uns einen 2 Hund aus dem Tierheim für unseren XXXXXXX dazugeholt. Dieser weist grossen Futterneid auf, und jedesmal wenn er schneller mit seiner Ration fertig ist, versucht er meinen XXXXXX wegzuschubsen um seine Ration auch noch zu essen. Unser Tiertrainer meinte, wir sollen die Tiere beim Fressen trennen, aber auf Dauer stellt es ein Stress dar, denn im Urlaub oder unterwegs kann man nicht immer trennen, alles andere passt wunderbar. Wie können wir es anders in den Griff bekommen?

Futterneid gibt es leider sehr oft, grad aus schlechter Haltung weisen Tiere Futterneid auf, es steht für Mangel - Mangel an Essen uuu. Mein Tipp dazu zunächst ein Zustand herstellen der das Gegenteil von Futterneid aufkommen lassen könnte, nämlich so viel Futter hinstellen, bis er selbst nicht mehr kann. Aus meinen Therapien kann ich ihnen sagen, ist das im schlechtesten Fall eine starke Woche ( oft auch nur wenige Tage ) bis die Tiere so viel gefressen haben   ( u dann sollte noch was in der Schüssel sein), um eben den Futterneid im Keim zu ersticken.  Habe damit bisher einen 100pro Erfolg erzielt, weil die Tiere schnell lernen, das immer soviel da ist, das sie keinen Futterneid ( Mangel ) mehr entwickeln müssen - und bitte keine Angst - auch wenn es am Anfang etwas viel aussieht - auch ein Tier überfrisst sich nicht, und wenn dann ist es als wenn wie soviel gegessen hätten, das wir uns nicht mehr bewegen können. Und ein Durchfall hat noch keinem geschadet, auf Dauer ist das der effektivste Erfolg.

 

Liliane H aus Offenburg

Wir hatten 1 Perser Paar, wobei unsere Madleine letztes Jahr mit 8 Jahren an Herzversagen gestorben ist. Unser Kater ist sehr einsam, daher spielen wir mit dem Gedanken ihn wieder eine Katzenfreudin zu holen. Auch wenn wir den Anschein haben das er nicht trauert, da er kurz darauf auflebte, obwohl er immer der ruhigere war. Würden sie sagen das er uns das vorspielt oder hat er evtl noch gar nicht realisiert, das seine Katzenfrau tot ist? Wie sollen wir uns verhalten. Wir haben grosse Angst ihn zu verlieren.

In Ihrem Fall ist es so das es eine Vereinbarung gab, ja auch in der Tierwelt gibt es Vereinbarungen. Es kommt deutlich das der Kater nach dem Tod des Weibchens zum ersten Mal Raum bekam, sich selbst zu entwickeln. Er hat sich dem Weibchen untergeordnet, teil freiwillig teil zum Leidwesen des Weibchen, da dies in der Tierwelt unüblich ist. Das Weibchen hat dem Männchen Platz gemacht, daher auch keinen langen Krankheitsweg. Es sollte dem Kater Raum schaffen sich zu verwirklichendas er sein Leben selbst in die Hand nimmt. Eine weitere Katze würde ich nicht für die nächste Zeit nicht empfehlen, da der Kater in seine alte Rolle zurückfallen könnte und das zu Blancestörungen der neuen Katze führen könnte, wenn er sich nach einiger Zeit ändert, er hat wie viele Menschen auch  - multiple Persönlichkeitsstörungen und sollte erstmal seinen Charakter und seine Fähigkeiten stärken. Neue Kontaktaufnahme bitte nach ca 6-9 Monaten, um den Ist Zustand aufzunehmen, wenn eine weitere Katze ihrerseits noch im Raum steht, aber sie werden sehen, das der Kater tolle Entwicklungen macht, das sie sehr glücklich macht.

 

Rudi J aus Bühl

Meine Nichte hatte 2 Hasen, eines davon musste wegen Krebs vor einiger Zeit eingeschläfert werden. Der andere Hase sollte zu einer Durchsicht zu unserem Tierarzt, den wir nicht mehr einfangen konnten, nachdem er uns entwischt ist. Als ich ihn zu fassen bekam, biss und kratzte er , das wir dachten das er vielleicht Tollwut hat. Seitdem lässt er sich von mir nicht mehr anlangen. Was ist da passiert?

Nun ich sehe das sie sich um die Hasen ihrer Nichte kümmern, was ja eigentlich lobenswert ist. Was Ihnen der 2 Hase für übel nimmt, ist das er weis das sie seinen Partner ( waren beide männlich? ) zum TA brachten und danach nicht wieder zurück. Der Hase denkt nun auch, das sie ihn zum Arzt bringen und dann nicht wieder zurück. Es ist immer der gleiche Grund: wenn jemand ein Tier zum Arzt bringt, das auch noch eingeschläfert wird, denken die übrig gebliebene das das gleiche mit ihnen auch passiert, er hat einfach riesen Angst entwickelt, denn er kann nicht wissen, das es nur eine Untersuchung ist, das kann kein Tier wissen, er weis das sie an seinem Tod mitgewirkt haben, das sei derjenige waren der das Tier weg aber nicht mehr gebracht haben. Lassen sie bei Untersuchungen ect den Hasen von einer anderen Person einfangen u bitte sagen das sie bald wieder zurück sind. Die Möglichkeiten das Vertrauen wieder aufzubauen auch hier hier, mehrfach das Tier nehmen, wass leckeres geben und wieder zurückbringen, bis das Tier wieder seine Sicherheit bekommt u weis, das sie nur Gutes wollen.

 

 

Fam. D aus Schutterwald

Unser Schäfer/ Huskymix trinkt in letzter Zeit immer mehr aus Pfützen und Bächen und nicht mehr aus seinem Napf, obwohl wir täglich das Wasser wechseln auch 2 bis 3 Mal. In Ihrem Beitrag stand etwas das ein Tier sein Essen nicht mehr wollte, weil die Qualität des Futters schlechter geworden sei. Wir haben uns erkundigt und daraufhin auch Wasser von einer Quelle geholt, weil wir vermeiden wollen, das unser xxxxxxxx sich eine Infektion oder Bakterien holt. Auch dieser Aufwand hat sich als sinnlos erklärt. Er meidet weiter sein Wasser. Wir hätten gerne Ihren Rat!

Ihr Hund trinkt aus einem herkömmlichen Napf aus einer Futterstation ( Alu, Blech ) Wichtig an der Stelle für alle Leser: diese Art von Behältnissen eloxiert nach wenigen Minuten, u das Wasser entwickelt einen leicht metallen Geschmack, der in der Natur als giftig empfunden wird. Immer mehr Tiere reagieren allergisch auf diese Metalle. Ich empfehle hier eine Glasschüssel, die man in den Napf der Futterstation stellen kann. Ebenso eine Hartplastikschüssel, die ca 1 Euro kostet, dient hier vorzüglich als gesundes Material für die Schleimhäute. Diese passen perfekt in die Näpfe, die auch super leicht zu reinigen sind. Wenn sie nach befüllen der Metall Schüssel gegen das Licht schauen, werden sie schon einen Film feststellen können, der sich wie eine Haut über die Wasseroberfläche erstreckt. Das ist dann für Tiere kaum noch zu trinken, gehen lieber in das Bad u versuchen aus der dem WC zu trinken. Leider gibt es zu diesen Näpfen zuwenig Aufklärung. Auf Dauer können sie die Schleimhäute reizen, Allergien auslösen uvm ( je nach Tier ). Bitte auch den Napf für das Essen austauschen, Aus Plastik oder Glas zu essen und trinken ist gesünder und angenehmer als auch Metall immer alles ausschlecken zu müssen. Sowie ein Tier mir seiner Zunge an den Metallnapf kommt ( auch Trockenfutter )kommt, Speichel in Verbindung mit Blech, Metall ergeben sich Eloxierungen ( schmeckt nach Rost ) . Mal gerne auch selbst den Test mit einer Blechtasse machen.

 

in eigener Sache: ich bitte um Verständnis das ich nur begrenzt ihre Anfragen veröffentlichen kann, werde mich bemühungen, die wichtigsten Themen hier zu veröffentlichen, danke sehr für Ihre Zuschriften !

 

 

 

 

 

 

 

 

Brustgeschirr oder Halsband?!


In den letzten Jahren sieht man immer mehr Hunde, die über ein Brustgeschirr geführt werden, früher wurden beinahe ausschließlich Halsbänder verwendet. Deshalb werden wir häufig gefragt, welche Art der Halsung wir empfehlen. Unsere Antwort auf diese Frage lautet eindeutig: das Brustgeschirr!


Die Gründe hierfür sind folgende: Das Geschirr schont die Gesundheit des Hundes, denn sein gesamter Halsbereich bleibt unbelastet. Das hat zur Folge so dass die empfindliche Halswirbelsäule geschont wird, die
beim Tragen eines Halsbandes extremen Belastungen ausgesetzt wird, denn nicht nur sie wird beeinflusst, sondern jeder Druck oder Ruck verursacht weiterlaufende Bewegungen im ganzen Körper, da der Hundekörper dabei verbogen wird. Zusätzlich werden die Luftröhre und der Kehlkopf belastet, weshalb ein ziehender (oder gezogener!) Hund röchelt und hustet. Dies ist aber nicht das einzige Problem, denn wie alle Körperstrukturen hängt der Kehlkopf nicht einfach frei im Hals-Rachen-Bereich, sondern ist in ein Weichteilgewebe eingebetet. Das wichtigste Weichteilgewebe (leider häufig in seiner Funktion und Wichtigkeit verkannt) ist das Bindegewebe
und bindegewebsartige Strukturen vernetzen unseren gesamten Körper. Dadurch kommt es zu einer Fernwirkung
auf den gesamten Körper, wenn an einer Stelle eingewirkt wird. Es ist so, als ob man an einer Tischdecke zieht: Nicht nur der Teil, an dem wir ziehen, bewegt sich, sondern auch der Rest der Decke. Bezogen auf den Leinenruck oder das Ziehen am Halsband (bis zu einem gewissen Grad, aber deutlich abgeschwächt, auch beim Ziehen im Brustgeschirr) bedeutet dieses, dass der Hundehalter immer auch auf weiter entfernt liegende Gewebe einwirkt. Dieses Gewebe wird (meist) nicht direkt mechanisch verletzt, sondern reagiert auf Reize (Leineruck/
Zug) über eine neuroreflektorische Verkettung, da in ihm zahlreiche Rezeptoren sitzen, die für die Reaktion auf
Einwirkungen verantwortlich sind. Deshalb spricht man von einem neuroreflektorischem Regelkreis. Bei unangenehmen Reizen kommt es zur Spannungserhöhung im Gewebe, die sich entlang der Bindegewebszüge weiter fortsetzen und so auch auf andere Strukturen einwirken (vergl. Tischdeckenprinzip).
Da das Bindegewebe auch Nerven, Gefäße und Lymphbahnen umhüllt, führt eine Spannungserhöhung in
ihm zu einer Verschlechterung der Zirkulation (Blut- und Lymphfluss) und ggf. zu einer Stimulation des Nervengewebes, was eine Entzündung nach sich ziehen kann.


Gerade im Halsbereich gibt es sehr viele empfindliche Strukturen: Neben dem Kehlkopf, der natürlich auch durch
eine direkte mechanische Einwirkung wie den Leinenruck verletzt werden kann, liegt ein Stück weiter oben das Zungenbein, bei dem es sich ebenfalls um einen empfindlichen Bereich handelt, der über die Muskulatur mit dem Kehlkopf, dem Unterkiefer, der Zunge, dem Brustbein, dem Schlundkopf und über eine knorpelige Verbindung sogar direkt mit dem Schädel verbunden ist! Spätestens hier wird deutlich, dass neben den direkten lokalen
Einwirkungen auch immer mit Fernwirkungen bei Manipulationen über das Halsband gerechnet werden muss, da die erwähnten Muskeln zum Teil im Bereich des Halses verlaufen.


Einwirkungen auf diese Muskeln können über so genannte Läsionsketten (über Spannungserhöhung entlang der Bindegewebsketten) auch zu Spannungserhöhungen und in Folge Strukturschädigungen in anderen Geweben führen. Im Bereich der oberen Kopfgelenke kann es bei Störungen zu Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen und sogar Tinnitus kommen. Zu weiteren Symptomen zählen bei Störungen in der oberen Halswirbelsäule
(C0-C2) Konzentrations- und Wahrnehmungsprobleme,Nervosität, Müdigkeit,
Probleme mit dem Kiefer, den Augen und Ohren und Kopfschmerzen. Zu den Symptomen
bei Störungen im Bereich der unteren Halswirbelsäule (C3-C7) zählen unter anderem Lahmheiten in den Vordergliedmaßen. Häufig ist eine Schonhaltung zu beobachten,
bei der der Kopf tief getragen wird, um dem Schmerz auszuweichen.
Vom Menschen weiß man, dass Störungen im Bereich der Halswirbelsäule zu Schwindel undGleichgewichtsproblemen führen.

Zusätzlich bestehen über die Halsfaszien (ebenfalls Bindegewebsstrukturen) Verbindungen zur Schilddrüse und Nebenschilddrüse. DasHalsband muss also gar nicht direkt auf der Schilddrüse liegen, um auch diese zu beeinflussen. Außerdem verläuft in der Drosselrinne eine wichtige Vene. Wird dort durch ein Halsband Druck aufgebaut, kommt es zu einem venösen Rückstau in den Schädel, der zu einer Druckerhöhung und als Folge dieser zu Kopfschmerzen führt. Schon 2006 wurde die Studie „Effects of the Application ofNeck Pressure by a Collar or Harness on Intraocular Pressure in Dogs“ veröffentlicht, deren Ergebnisse eindeutig belegen, dass Hunde, die über ein Halsband geführt werden, eher zu Glaukom und grauem Star neigen. Ebenso wird in der Studie darauf hingewiesen, dass bei Erkrankungen des Auges,für die ein erhöhter IOP (intraokulärer Druck) verantwortlich ist, das Tragen eines Halsbandes fatale Folgen hat.
Es gibt viele weitere anatomische Strukturen, die durch ein Halsband negativ beeinflusst werden und Schmerzen verursachen: Arterien, Venen, Hirnnerven, Speiseröhre, Luftröhre, Lymphknoten und Schilddrüse. Das Problem liegt allerdings darin, dass die Schäden an ihnen nicht so offensichtlich zu beobachten sind wie zum Beispiel ein gebrochenes Bein. Bei Schmerzen an der Halswirbelsäule hinkt der Hund oftmals nicht, seine Schluckbeschwerden kann er uns nicht erzählen,ein leichtes Hängen des Augenlides fällt dem Laien ebenso
wenig auf wie eine verengte Pupille usw. usw. Um die oben genannten Symptome wirklich zu verstehen,
schlagen wir Ihnen folgendes Experiment vor: Legen Sie sich selbst ein breites, weiches Halsband um, hängen Sie eine Leine ein und bitten Sie einen Freund, diese zu halten, während


Sie Ihren Körperschwerpunkt nach vorne richten (1).
(1) Breites, weiches Halsband - Achten Sie darauf, dass Ihr Körpergewicht wirklich im Halsband hängt (wie bei einem ziehenden Hund) und probieren Sie nun aus, wie lange Sie diese Position halten können und welche körperlichen Symptome entstehen. Sie werden
innerhalb weniger Sekunden spüren, wie sich das Blut im Kopfbereich staut, Sie einen starken Druck auf den Schläfen wahrnehmen und in Folge Kopfschmerzen bekommen. Wenn Sie dieser Eigenversuch noch nicht überzeugt, machen Sie die gleiche Übung noch einmal mit einem rundgenähten Halsband (2) oder einem Kettenwürger (3). Eine weitere Steigerung läge darin, den Freund am Ende der Leine zu bitten, Sie zu irgendeinem Zeitpunkt, der für Sie nicht absehbar ist, an diesem Halsband zurück zu ziehen, so wie man es als Mensch tut, wenn man den Hund schnell aus einem Gefahrenbereich nehmen muss.

 

Zeigen Sie sich verantwortlich für die Gesundheit Ihres Hundes und legen Sie ihm ein Geschirr an, das ihn vor den oben genannten Schäden schützt. Es ist vergleichbar mit dem Anlegen des Sicherheitsgurtes im Auto: Selbstverständlich tut man alles, um einen Unfall zu verhindern, aber wenn es zu einem kommt – möchten Sie dann den Sicherheitsgurt um den Hals gewickelt haben?! Auch das Argument mancher Hundehalter, ihr Hund ziehe niemals an der Leine und deshalb bestünde keine Gefahr, entpuppt sich immer als falsch, denn selbst ein sehr gut ausgebildeter Hund ist ja nicht allein für die Leinenführigkeit verantwortlich, sondern ist immer auch abhängig von seinem Menschen am anderen Ende der Leine, dem es zu keinem Zeitpunkt passieren dürfte, dass er zum Beispiel unbewusst mit der Leine herumspielt oder den Hund gedankenverloren weiter zieht, weil er gar nicht bemerkt hat, dass dieser zum Beispiel zum Urinieren stehen bleiben wollte usw.Neben den gesundheitlichen Aspekten gibt es aber noch weitere Gründe, ein Geschirr statt eines Halsbandes zu verwenden.


Wenn Ihr Hund einmal aus einer Gefahrensituation herausgezogen werden muss, können Sie das an dem
stabilen Rückensteg des Geschirres problemlos tun, ohne ihn zu würgen. Am Halsband ist es zum Beispiel nicht ohne weiteres möglich, den Hund aus einem Schacht oder Fluss herauszuziehen, ohne ihm dabei gesundheitliche Schäden zuzufügen. Bei Hundebegegnungen, die mit einer gewissen Anspannung verlaufen, können Sie ebenfalls über den Rückensteg des Geschirres viel besser eingreifen als über das Halsband, denn um in dieses greifen zu können, müssen Sie von oben kommend in den Nacken des Hundes fassen, was von ihm schnell als Angriff interpretiert werden kann. Das wiederum kann im Eifer des Gefechts zu Abwehrreaktionen führen. Hinzu kommt, dass Hunde unter anderem über Assoziation lernen, was bedeutet, dass sie einen Reiz, den sie gerade
wahrnehmen, gedanklich mit dem Gefühl verbinden, dass sie zu diesem Zeitpunkt empfinden. Wenn Sie also auf
einen anderen Hund, ein Kind oder auch Ihren Nachbarn zulaufen und Ihren Hund dabei sehr kurz, ruckartig oder
sonst unangenehm am Halsband führen, wird er die dabei unangenehmen Gefühle (keine Luft zu bekommen, Schmerz zu empfinden usw.) gedanklich mit diesem Tier oder dieser Person verknüpfen. Innerhalb kürzester Zeit können so Aggressionen entstehen, die sich der Halter in der Regel gar nicht erklären kann, die aber auf dieses Gedankenmuster zurückzuführen sind. Die bekannteste so entstehende Aggressionsform ist die Leinenaggression, die insbesondere bei den Hunden häufig vorkommt, die am Halsband über den Leinenruck gearbeitet werden.
Viele Kynologen betonen, dass der Hals des Hundes eine wichtige soziale Empfangsstation für positive und negative Zuwendung ist. Die Halsseiten des Hundes dienen dem Kontakt mit engen Freunden in vertrauensvollem Umgang, Nacken und Kehle dienen als Bereiche der Einordnung. Führen wir einen Hund an einem noch so komfortablen Halsband, lässt sich nicht verhindern, dass über die Leine falsche Informationen
zum Hund fließen, denn ein Halsband berührt (2) Rundgenähtes Halsband (3) Kettenwürger Stachelhalsband
ständig alle Halsseiten und desensibilisiert diese für Berührungen.


Wir können unsere Hände gar nicht so ruhig halten, dass die Leine immer locker durchhängt, weshalb viele Hundehalter ihrem Hund durch unbewusstes Herumfuchteln und Gezupfe an der Leine ein Chaos an Signalen übermitteln, die dieser bald zu ignorieren lernt. Seine „soziale Empfangsstation“stumpft ab und er lernt, dass es schwierig ist, mit seinem Menschen zu kommunizieren! Die Körpersprache eines Hundes, der stark an der Leine zieht oder gezogen wird, verändert sich, wenn er an einem Halsband geführt wird. Die Körperhaltung wird provokanter, da der Hals nach oben gestreckt wird. In manchen Fällen halten die Besitzer die Leine sogar so straff und kurz nach oben, dass der Hund regelrecht ausgehebelt wird und auf den Hinterfüßen
steht, was bei der Führung über ein Geschirr nicht passieren kann. Verheddert sich ein Hund mit dem Brustgeschirr, wird ihm zumindest nicht die Luft abgedrückt und die Gefahr des Strangulierens ist nicht gegeben. Viele mit Geschirr entlaufene Hunde sind ohne zurück gekommen, denn zur Not lässt
sich ein Geschirr vom Hund durchbeißen, wenn er irgendwo fest hängt. Ein Halsband nicht! Die Befürchtung mancher Hundehalter, ihren Hund kräftemäßig nicht mehr im Griff zu haben, wenn er ein Geschirr
trägt, ist unbegründet und wird in der Regel von denen als Argument in die Waagschale geworfen, die es noch nicht
versucht haben. Die Führung eines Hundes ist eine Frage der Erziehung und Führtechnik und nicht des Kraftaufwandes. Zieht man alle diese Argumente in Betracht, finden wir es nach heutigem Wissensstand unabdingbar, dass unsere Hunde an einem Brustgeschirr geführt werden. Bei der Auswahl des Geschirres sollten Sie auf folgende Punkte achten:


• Das Material, aus dem das Geschirr gefertigt ist, sollte
weich und anschmiegsam sein. Am besten auch waschbar,
falls sich Ihr Hund einmal in etwas übel Riechendem
wälzt.
• Das Geschirr sollte an allen Enden zu öffnen sein, damit
es dem Hund bequem angelegt werden kann. Wählen
Sie möglichst kein Geschirr, das so vernäht ist, dass Sie
die Pfote(n) Ihres Hundes hindurchziehen müssen, denn
viele Hunde empfinden das als sehr unangenehm.
• Der Steg auf dem Rücken sollte fest vernäht sein, damit
die an ihm eingehängte Leine nicht hin und her rutscht
und damit es keine Scheuerstellen am Körper gibt. Außerdem
sollte er nicht zu kurz sein, da sich das gesamte
Geschirr sonst beim Tragen nach vorne zieht.

animal learn

 

 

Köpfchen statt Knöpfchen...


...das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben. Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.

Doch schon der gesunde Menschenverstand lässt einen aufhorchen, wenn Hersteller und Anwender behaupten, dass der jederzeit auszulösende Sprühstoß für den Hund „gar nicht schlimm“ sei. Da fragt man sich doch selbst nach nur kurzem Nachdenken, wie es denn möglich sein soll, instinktive, genetisch fixierte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Jagdverhalten durch etwas zu unterdrücken, das dem Hund gar nichts ausmacht?! Dem Hundehalter wird generös angeboten, das Gerät doch selbst mal in die Hand zu nehmen oder um den Hals zu legen, während der Trainer den Auslöser betätigt... und tatsächlich, so schlimm war das doch gar nicht. Ein kurzes „Zischhhh“ mit etwas feucht-kalter Luft. „Ja“, bestätigt der überzeugte Hundehalter, „das war gar nicht schlimm.“ Was Hersteller und Trainer jedoch geflissentlich verschweigen (aus Unwissenheit oder in betrügerischer Absicht?!), ist die Tatsache, dass plötzlich auftretende, nicht eindeutig zuzuordnende Zischlaute beim Hund als Angst auslösende, sogar lebensbedrohliche Laute abgespeichert sind, bei denen sofort die Flucht ergriffen werden muss. Jeder kennt den Anblick eines Hundes, der sich selbst im Körbchen `zig mal um die eigene Achse dreht, bevor er sich schließlich gemütlich niederlegt. Es handelt sich bei dieser Verhaltensweise um ein Erbe aus den Zeiten, in denen der Hund noch weitgehend draußen in Freiheit lebte. Bevor er sich hinlegte, drehte er sich mehrfach im Gras oder Laub, um die ausgesuchte Liegestelle als ungefährlich abzusichern. Sollte beim Drehen ein Zischlaut (zum Beispiel von einer Schlange) zu hören sein, würde er sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Biologisch sinnvoll... und diesen genetisch fixierten, Angst auslösenden Zischlaut bringen wir Menschen nun in den unmittelbaren Kopfbereich des Hundes! Und drücken vielleicht gleich mehrfach das Auslöseknöpfchen, worauf der Hund ganz leicht nicht nur in Angst, sondern sogar in Panik versetzt werden kann – ohne die Möglichkeit, sich durch die Flucht zur retten!

Eigentlich ist dieser Umstand allein schon Grund genug, niemals zu erlauben, dass einem uns anvertrauten Lebewesen ein solches Gerät angetan (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird. Es gibt aber noch mehr Probleme:

Der Hund weiß nie, wann und vor allem warum der Sprühstop ausgelöst wird, befindet sich also in ständiger Erwartungsunsicherheit. Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich folgendes Eigenexperiment, das nicht in Anwesenheit eines Hundes durchgeführt werden sollte, damit dieser nicht unnötig verunsichert wird: Bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie wirklich stark zu erschrecken, zum Beispiel durch einen lauten Schrei oder dadurch, dass er plötzlich die Stereoanlage zu voller Lautstärke aufdreht oder zwei Töpfe aufeinander schlägt, wenn Sie gerade überhaupt nicht damit rechnen, sich zum Beispiel entspannt im Sessel zurücklehnen oder gerade mit Freunden Karten spielen. Das Experiment sollte mindestens mehrere Stunden, am besten ein oder zwei Tage dauern und der Schreckreiz sollte in dieser Zeit mehrfach ausgelöst werden – ohne dass Sie wissen, wann dies sein wird. Sie werden merken, dass der eigentliche Reiz, wenn er dann endlich auftritt, bei weitem nicht so schlimm zu ertragen ist, wie die zermürbende Warterei auf ihn. Obwohl man ihn fürchtet, wünscht man ihn schon beinahe herbei in der Hoffnung, dann wieder eine Weile Ruhe zu haben, was aber nicht so ist, da er kurz nach dem Auftreten ein zweites oder drittes Mal ausgelöst wird und dann wieder stundenlang gar nicht, ganz wie es Ihrem Helfer beliebt. Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr?!

Aber es gibt noch weitere Probleme. Gleich mehrere ergeben sich aus der Tatsache, dass Hunde über gedankliche Verknüpfung lernen. Trägt der Hund das Halsband und erhält den Sprühstoß, wenn er zum Beispiel auf mehrfachen Zuruf nicht kommt, so möchte der Mensch ihm damit zeigen, dass er dafür mit Schreckreiz bestraft wird, dass er ungehorsam ist. Es kann aber gut sein, dass er in genau diesem Moment zu einem kleinen Kind, einem Jogger oder einem anderen Hund schaut – und den Strafreiz damit verbindet. Das Ergebnis ist dann ein Hund, der noch immer nicht besser auf Abruf reagiert, dafür aber Ängste, evtl. sogar durch die Angst ausgelöste Aggressionen, gegen das entwickelt, was er gerade sah. Die Hundehalter sind dann ratlos, weil ihr Hund „plötzlich“ kleine Kinder meidet oder Jogger anknurrt, mit denen er doch bisher bestens auskam. Viele solcher Beispiele finden sich in meiner Hundeschule ein, erst kürzlich ein Rhodesian Ridgeback Rüde, dessen Sprühhalsband immer ausgelöst wurde, wenn er zum Wildern durchbrennen wollte. Bei diesen Spaziergängen war allerdings auch immer seine Gefährtin, der Zweithund der Familie, anwesend. Die Halter kamen nun nicht wegen des unerwünschten Jagdverhaltens zu mir in die Hundeschule, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hatten, sondern weil der Rüde seit Wochen die Nähe der Hündin mied. Immer wenn diese den Raum betrat oder sich, so wie früher, zu ihm kuscheln wollte, verließ er mit ängstlichem Gesichtsausdruck das Zimmer und das konnte man sich nicht erklären... Was hatte man diesen beiden Hunden angetan! Welche Gefühle wurden in den Tieren ausgelöst?! Der Rüde hatte nun Angst vor seiner Gefährtin, die er früher heiß und innig liebte, während diese nicht verstehen konnte, weshalb er, der vorher immer leidenschaftlich mit ihr spielte und tobte, sie jetzt mied. Die gleiche Trainerin, die den Einsatz des Sprühhalsbandes empfohlen hatte, empfahl jetzt übrigens, einen der Hunde abzugeben, weil die Tiere sich unterschiedlich entwickelt hätten und einfach nicht mehr gut zueinander passen würden. Die Ängste des Rüden erklärte sie über die angeblich dominante Ausstrahlung der Hündin. Man könnte weinen, wenn man Hunden mit einem solchen Schicksal gegenüber steht – oder es packt einen einfach nur die Wut.

Die Probleme gehen noch weiter, denn nichts generalisiert sich bei Hunden so schnell, wie Geräuschangst. Nicht nur dieser Rüde, sondern auch zahlreiche andere Hunde entwickeln nach Einsatz des Sprühhalsbandes Ängste vor allen möglichen Geräuschen. Das Öffnen einer kohlesäurehaltigen Getränkeflasche, das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, Knall- und Schussgeräusche, die dem Hund vorher egal waren, versetzen ihn jetzt in Angst und Schrecken. Der oben erwähnte Ridgeback Rüde zum Beispiel verzog sich mit eingezogener Rute unter den Tisch des Besprechungsraums, als ich eine Wasserflasche öffnete. Dies tat ich nicht, weil ich Durst hatte – trauriger Weise gehört es inzwischen schon fast zum Standardprogramm beim ersten Kennenlernen und Analysieren eines mir vorgestellten Hundes auszutesten, ob er schon mit Sprühhalsband gearbeitet wurde und welche Wunden dies an seiner Seele hinterlassen hat. Die Halterin war auch sehr erstaunt, als ich ihr nach dem „Flaschentest“ auf den Kopf zusagte, dass an ihrem Hund sicher schon mit Sprühhalsband gearbeitet worden war. Das wollte sie mir eigentlich gar nicht erzählen, weil sie schon gehört hatte, dass ich gegen den Einsatz dieser Geräte bin. Nachdem ich sie auf die Reaktion ihres Hundes hingewiesen hatte, war sie sehr betroffen. Und wütend, nachdem ich ihr erklärte, weshalb ihr Rüde jetzt Angst vor der Hündin und vor allen möglichen Geräuschen hatte. Wütend auf die Trainerin, die sie auf diese „unerwünschten Nebenwirkungen“ nicht aufmerksam gemacht, sondern immer erklärt hatte, wie harmlos der Einsatz des Gerätes sei. Für mich stellt sich die Frage, ob Kollegen, die es einsetzen, um diese Nebenwirkungen nicht wissen, oder ob sie diese bewusst verschweigen, weil kaum jemand bereit wäre, den Einsatz zu erlauben, wenn sie bekannt wären. Und ich stelle mir die Frage, was von beiden eigentlich schlimmer ist...

Last not least gibt es Probleme mit der Technik. Es soll schon vorgekommen sein, dass das Gerät durch andere Funkfrequenzen oder sogar die Fernbedienung eines in der Nähe befindlichen Halsbandes an einem anderen Hund ausgelöst wurde. Der Strafreiz wird dann also einem Hund verabreicht, der einfach nur herumsteht oder gerade spielt oder sonst etwas tut. Das steigert die Erwartungsunsicherheit natürlich noch mehr und erhöht die Trefferquote auf Fehlverknüpfungen immens. Zusätzlich löst es nicht immer zuverlässig aus, kann zum Beispiel durch Wetterlagen mit feuchter Luft (Nebel, Regen) verzögert oder gar nicht reagieren. Schließlich zeigt es auch nicht an, wann die Batterie leer ist, wodurch es passieren kann, dass der Auslöser gedrückt wird und nichts geschieht. Dann käme man durch das Ausbleiben des Strafreizes (wenn der Hund denn überhaupt verstanden hätte, wofür er eigentlich bestraft werden soll) in den Bereich der variablen Bestätigung, was das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärkt. Der Hund würde nämlich lernen, dass er das Verhalten nur immer wieder zeigen muss, bis er schließlich wieder zum Erfolg (in diesem Fall das Ausbleiben des Strafreizes und die erfolgreiche Durchführung des Verhaltens) kommt.

Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Sprühhalsbänder sind ganz und gar nicht harmlos, im Gegenteil sogar sehr gefährlich. Manche Hunde werden durch sie so verunsichert, dass sie in die so genannte erlernte Hilflosigkeit fallen, was zur Folge hat, dass sie kaum noch Aktionen zeigen oder Handlungen anbieten, weil sie in ständiger Angst vor dem für sie unkalkulierbaren Strafreiz leben. Um diesen Tieren – und ihren verzweifelten Haltern – zu helfen, braucht es ein meist lang angelegtes, gut durchdachtes Training, das den Hund aus dieser erlernten Hilflosigkeit und seinen vielfältigen Ängsten wieder herausholt.

Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, mal eben schnell per Fernbedienung eine Lösung für vermeintliche oder tatsächlich entstandene Probleme zu haben. Aber so einfach ist das nicht. Hunde sind uns anvertraute, fühlende und denkende Lebewesen, die nicht beliebig manipulierbar sind und deren Lernverhalten sich von dem unseren ganz erheblich unterscheidet. Ich kann deshalb nur dringend empfehlen, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Methode, der/ die durch Hersteller oder Trainer empfohlen wird, vor Anwendung am Hund genau zu prüfen, sich gut zu informieren und im Zweifelsfall nach dem guten alten Motto zu entscheiden, das auch für unsere Hunde gelten sollte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

© Clarissa v. Reinhardt
animal learn

P.S.: Hiermit lade ich alle Hundefreunde ein, bei der Verbreitung dieses Textes zu helfen. Ich erlaube als Autorin ausdrücklich, ihn (vollständig und unverändert und unter Nennung der Quelle) auf anderen Homepages zu veröffentlichen, auszudrucken und zu verteilen oder auf ihn hinzuweisen. Je mehr Menschen um die Tücken und Gefahren des Sprühhalsbandes wissen, je mehr Hunden bleibt dessen Anwendung – hoffentlich – erspart. Ein herzliches DANKE an jeden, der diesen Text weiter gibt.

 

.........wer an dem Leid der Tiere wegsieht, macht sich deren schuldig ..........................

 

nennt Ihr das Liebe ?

 

kein Verbrecher wird so behandelt, wo bitte ist hier der Tierschutz ?

welche Menschen lassen das zu, das man ein Lebewesen das Recht auf ein würdiges Leben in

Freiheit & Achtung nimmt ?

 

 

 

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